Soundtrack meiner Jugend

Mein Bruder war Queen- Fan… Warum ich dieses Lied so liebe. Es war auf dem ersten Studioalbum der Briten und er hat es mir ausgeliehen. Vor zwei Wochen habe ich ihm die CD nach 20 Jahren zurückgegeben. Cooles Gefühl!

Fat Shaming, Boobs und Dolph Ziggler

Riotschminke ist ein toller Blog. Endlich was für mich: Kampf den Stereotypen und ein sauberer Lidstrich… Läuft.

Den Euch verlinkten Youtube- Whatever habe ich zum Anlass genommen, mir selbst Gedanken zu machen: Aktuell habe ich einen BMI von 22 – ich trainiere viel wegen meines Rückens und ja, ich achte auf mein Gewicht und das, was ich esse. Abnehmen ist bei mir momentan auch ein Thema, einfach, weil ich finde, dass mein A- Körbchen nicht von meinem Bauch überwuchert werden sollen. Das finde ich nicht ästhetisch. Allerdings bin ich von je her mit breiten Hüften gesegnet – ich habe typische Love Handles – oder uncharmant gesagt: Hüftspeck. Seit Jahren höre ich Sätze wie: Du hast nen fetten Arsch oder ein gebärfreudiges Becken. Neulich in der Sauna meinte der etwas an ein Kind aus der Sahelzone erinnernde Aufgießer, dass er das durch den Bereich schreien müsste. Und da war es wieder da – das Gefühl nicht normiert zu sein.

Bei Germanys Nex Topmodel bekäme ich nie ein Bild, weil ich zu fett bin. Gleichzeitig muss ich mir oft von adipöseren Frauen anhören, dass Männer Kurven und keine Knochen wollen. Das gilt aber nur dann, wenn die Oberweite einigermaßen groß ist. Ich bin eine Fettarschpflunze mit wenig Pflunz. Meine Figur ist – auch wenn es jetzt verdammt etnozentristisch klingt typisch für die Gegend, aus der Meine Familie stammt. Wir kommen aus Böhmen, der heutigen Tschechei und da bin ich Normtyp (echt geil das Gefühl ne Jeans zu kaufen, die mich nicht zerquetscht). Gleichzeitig muss ich mir immer wieder von jenen etwas beleibteren Bekannten anhören, dass Männer ja nur auf Brüste stünden. Schön. Aber will ich eigentlich einen Mann, der mich nur wegen des Fettgehaltes meiner Brüste liebt… Ok…

Mich nervt an der ganzen Fat Shaming Geschichte nur eins: Dass ständig mit Maßen und Normen argumentiert wird. Männer mögen Kurven und Hunde spielen mit Knochen. Vielleicht hat manchmal die Kurve oder manchmal der Knochen den besseren Charakter, das schönere Lächeln oder irgendetwas anderes, was einen anderen Menschen an einem anspricht. Ich liebe auch jene BMI- Diskussion. Ohooo man ist ab einem BMI von 24 übergewichtig. Das hat mancheinen Sportlehrer in Deutschland schon die Verbeamtung gekostet. Aber wer würde Menschen, wie einige Profiwrestler als übergewichtig bezeichnen? Warum ich ausgerechnet auf jene durchtrainierten, in Unterhosen aus Spandex rumspringenden Freaks anspiele? Nun, weil jene Menschen auch einige Stigmata haben, über die sie definiert werden. Man nehme den großen Hall- Of- Famer Rikishi. Der Mann hat Kraft und bewegt sich sehr schnell für seine 183 Kilo. Und er gehört zu den ganz Großen. Einer, dem ich diesen Erfolg wünschen würde ist Nicholas Nemeth – nicht weil ich ihn echt attraktiv finde – sondern, weil er genau diese Stereotype auf intelligente und etwas charmante Weise auszunutzen weiß.Er ist eben nicht jener Hühne, der als Captain America Verschnitt durch die Welt läuft und in dem Punkt schon etwas Idol, was seine Perfektion in der Karikatur eines Supertypen ausmacht.

Aber warum genau sind hier Männer privilegierter, als Frauen? Betrachte ich die Bella- Twins, möchte ich beiden etwas zu essen geben und Nikki einfach mal ordentlich durchkitzeln lassen – dann fände ich sie wesentlich hübscher, als mit der KIllerflätz (böses Gesicht). Warum werden Frauen immer nur anhand ihrer Maße definiert – und wenn man versucht es nicht zu machen, steht da der Saunaheini, der aussieht, als würde seine Frau nie kochen und die wahrscheinlich selbst so ausschaut.

Und jetzt an alle, die meinen mein Arsch sei zu fett, meine Brüste und ich zu klein und meine Nase zu eigenartig geformt.

  1. Habt Ihr einen Spiegel zuhause? Ja? Schaut mal rein und konfrontiert Euch selbst damit, was Ihr so anderen an den Kopf werft – bringt einen ziemlich down
  2. Ihr wurdet so gemacht durch das Zusammenwursteln Eurer Gene – so, wie ich durch das Zusammenwursteln meiner Gene gemacht wurde. Warum dann das Drama
  3. Jeder Mensch findet etwas anderes attraktiv. Oft sind es nicht einmal Dinge, die man sehen kann. Ich finde Humor super wichtig, Intelligenz, einen integeren, loyalen Charakter, Charme, ähnliche Einstellungen… und da ist es mir egal, welchen Bizepsumfang ein Mann hat – ehrlich
  4. Wenn Ihr Euch von Euch aus verändern wollt, ist das super. Oft spielen auch medizinische oder auch psychische Gründe eine Rolle und das ist ok. Nur macht es, wenn ihr es wollt
  5. Und zu meinem Aufgieser: Alter, Schnauzer ist seit den 80ern out… Nenne ich Dich deswegen Mager-Magnum? Nee, also. Respekt hilft dabei selbst respektiert zu werden. So verhält es sich auch mit Wertschätzung

Und noch etwas zum Abschluss: Akzeptiert es doch endlich, um andere zu akzeptieren. Ich mache und kann es auch nicht immer, aber ich bemühe mich. Ich habe Freundinnen und Freunde aller Gewichtsklassen und ich mag sie nicht wegen der Statur oder demGewicht. Ich mag sie wegen dem, was sie sind und wie sie sind. Ich liebe meine Nerds, meine Mittussis und meine Strebergang. Ich liebe meine besten Freundinnen, die alle ganz besondere Menschen sind und bei denen mir die Figur so scheißegal ist. Mehr Selbstliebe, weniger Titten, Arsch und BMI.

Neue Serie – Soundtrack meiner Jugend

Die Ärzte – Nie wieder Krieg, nie wieder Las Vegas

Mein Abimotto war selten spannend (scheiße wäre zu hart aber ich war etwas uneins mit der Mottofrage). Unser Motto war Las WGas (Wortspiel wegen der Schulart Wirtschaftsgymnasium). Meine damaligen beiden Schulhoffreundinnen und ich waren fette Ärztefans… und das mit dem Hütchenspiel, passte dann doch echt wie der Arsch aufs Auge

Miss America hat angerufen, sie will den Spruch zurück

Nichts hasse ich mehr, als in Momenten, in denen es mir einfach nicht so super geht, Miss- America- Sprüche zu hören.

Was das ist… Nun:
Manche Menschen hauen einem in den unpassendsten Situationen die beschissensten Sprüche an den Kopf. Begonnen mit “Irgendwann lachst Du drüber” über “Wenn Du heiratest, ist das nicht mehr so schlimm” oder auch “Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.” Tröstend gemeint, ist eben selten tröstend, sondern nur dämlich.

Neulich gab es mal wieder genau so eine Situation. Ich habe vor nunmehr zwei Jahren mein gesamtes Leben von heute auf morgen ändern müssen, Träume begraben und mich ins Ungewisse stürzen müssen. Mittlerweile komme ich im Ungewissen ganz gut zurecht, wäre da nicht die tagtägliche Konfrontation mit eben jenen Träumen. Denn was, was ich nun draufgebastelt habe, studiert man dort wo nahezu 70% den identischen Traum wie ich hatte. Neulich textete mich mal wieder eins dieser übermotivierten Fruttchen zu, dass sich doch im Leben immer neue Chancen auftäten. Ja, wunderbar, Hauptsache, den eigenen Senf dazu gegeben, mit der gewissen Prise Arroganz, dass einem selbst das nie nie nie passieren würde.

Ich hatte in diesem Moment genau das im Sinn, was auf dem Bild zu sehen ist. Trotzdem wäre es komisch gekommen, zu Mac zu fahren, 2 Euro hinzulegen, wieder an die Uni zu fahren und zu kippen – denn mein Kaffee war zu schade. Auch hatte ich keine Lust einen dummen Spruch zu reißen, weil eben jene Gattung Mensch, das nicht verstehen würde. Stattdessen sinnierte ich für mich über das Scheitern. Die Ärzte formulierten es doch so schön, dass sowohl Selbstbetrug, als auch das frustrierte Anstrengen für unerreichbare Pläne nichts bringt. Und genau in jenen Situationen, bringen einem diese “Weltfrieden”- und “Nutze die Chancen, die sich Dir bieten”- Kacksprüche doch eins nahe: Man sollte Dinge, die einem wichtig sind, nicht aus den Augen verlieren und ab und an Segel neu setzen, nicht erst dann, wenn man dazu gezwungen ist. Gleichzeitig hat man diese Hoffnung, dass alles besser wird.

Ich für meinen Teil habe beschlossen, im Kleinen damit zu beginnen – und zwar genau damit, Miss-America-Sprüche abzubügeln. Man darf kämpfen, wollen und wünschen – nur sollte man sich selbst bleiben. Man sollte wissen, wann die Grenze erreicht ist und man merkt, dass einem jemand ins Regal pisst oder dass da schon der Urin steht. Natürlich sind wir alle in Zwänge eingebunden, doch trotzdem sollte man sich überlegen, inwieweit man sich diesen beugt.

Heute war wieder so ein Moment. Noch habe ich mich über meine Figur geärgert und dann strahlte mich mein Neffe an. Dem ist es nämlich scheißegal, welche Kleidergröße ich habe. Er sitzt nämlich nur tierisch gern auf meinem Schoß und gluckert alle an. Und ganz ehrlich, mir ist ein Schwall Babykotze lieber, als diese Sprüche: Denn die ist wenigstens ehrlich.

What the fork? Partyzone Bauchraum

Ja, Laktose mein Superthema. Folgendes Dilemma – Trägerstoff von Medikamenten ist Laktose. Daher hab ich ab und an Probleme, wenn ich bestimmte Sachen nehme, dass ich aufpassen muss, dass es noch wirkt.

Grandiosester Tipp aller Zeiten:

Da gibt es so Tabletten die heißen Laktostopp

Susi, mach keinen Quatsch. Jetzt echt? Ich kann mir ein Medikament voll geil oral einführen? Mach Sachen. Andere Frage? Zahlt Euch die Firma eigentlich? Egal wo – egal wann ich sage, dass ich laktoseintolerant bin. Es kommt immer: Du da gibts Tabletten, die heißen Lactostop. Du da gibts auch Tabletten, die Du brauchen könntest. Die heißen Fistinyadaface. Voll gut, dann hältst Du einfach mal Deinen Hals geschlossen. Voll gut. Ich sag ja auch keinem Herzpatienten, welchen fucking Betablockerkram er nehmen soll, oder?

Nimm die doch, bevor Du Tabletten nimmst

Kleine Rechenaufgabe: Trägermedium Laktose liegt ca bei einem Hundertstel dessen, was Laktostop abbaut – das heißt: Es frisst mir die Magenwand weg. Voll gut! Alternative ist eine Magenschleimhautentzündung und die ist auch voll geil. Bei einer Pille auf Laktosebasis bin ich dann halt schwanger, nech?

Leute, mal ganz ehrlich:

Wenn jeder was zur eigenen Krankheit weiß, nervt es. Klar, man kann ein Referat über Krebs, die Ruhr oder Mumpitz exorbitantis halten – man kann auch in der Apothekenumschau was dazu lesen. Es qualifiziert Euch aber einen Scheiß. Auch ich bin nach 25 Jahren Laktosespaß keine Expertin und es passiert mir genauso, dass ich milchhaltige Leberwurst erwische. Dann ist es eben so, dann hab ich das Ranzenweh und nicht ihr. In dem Sinne: fröhliche Kolik!

Manchmal möchte man Fucking Bullshit rufen

Ja, nach meinem Fastende meines Masters denke ich mir oft meinen Teil, wenn ich Aussagen von Lehreranwärterfrüchten höre. Da ich selbst ein Jahr lang den verbalen Dünnschiss mancher Damen und Herren ertragen habe, musste ich mich sehr sehr am Riemen reißen… und ja, jetzt muss ich das nicht mehr… Jetzt darf ich laut und beherzt “Fucking Bullshit” rufen – sehr sehr laut!

Neulich im Referendarsforum… “Kinder aus anderen Kulturen verstehen keine Ironie, weil sie die Sprache nicht sprechen”. Ach? Echt jetzt? Wirklich… Nein! Definitiv nicht… Liebe Killerpädagogen!

Nur Muttersprachler verstehen also Ironie… Klar… Geh mal zu Mandy und Sandy, die die Förderschule geschmissen haben. Aber die verstehen garantiert Ironie… Vor allem weil Ihre Eltern einen mehrgenerationalen Ariernachweis führen – der zwar genetisch etwas seltsam aussehen könnte, aber ey, die sind deutsch… Seit den Kimbern und Teutonen, oder wat? Aber auch sehr intelligente Menschen kapieren es oft nicht – weil sie es nicht gelernt haben.

Seltsamerweise gibt es genügend Türk_innen (Mind da Gap), Italiener_innen und auch sonstige Migrant_innen, die fließend ironisch, sarkastisch oder zynisch sprechen. Und jahaaaa. Ironie und Sarkasmus sind von der Sozialisation abhängig… Und ja, auch im Englischen verstehe – zumindest ich- Ironie. Manchmal sogar auch im Französischen… Sprachbeherrschung gehört da zwar dazu, allerdings auch ein Gespür für Sprachmelodie und Kontext – und den haben auch Menschen, die eher schlecht als recht die Sprache sprechen… Aber nur dann, wenn sie bereits gelernt haben, wie Ironie und Sarkasmus aussehen… oder sich anhören.

Das beste Beispiel ist Sheldon Cooper aus Big Bang Theorie… Er ist muttersprachlicher Amerikaner (OK Texaner) und er versteht es trotzdem nicht… und warum, weil es keinen Platz in seiner komplexen Denkweise gibt… Ist man seit frühester Kindheit damit konfrontiert, dann erkennt man es…

… Aber was weiß ich schon… als Frau – aus Schwaben in dunkelblond – Liebe Kinder, das war sarkastisch.