Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde…

… und der Mensch verstand es falsch und beschloss andere Menschen zu formen wie Knete. Eigentlich sollte jeder Mensch so etwas wie Grundrechte haben. Privatsphäre gehört dazu, doch leider wird man in manchen Phasen des Lebens weniger als Mensch und mehr als Lieferant von Arbeitskraft gesehen. Hat dieser Akkumulationsfaktor der Arbeit dann noch ganz hübsche Brüste, dann ist es vorbei.

Ich weiß, ich begebe mich mit diesen Zeilen wohl in die Gefahr der Entbeamtung – doch ich scheiße drauf. Wie kann es sein, wenn man an der Institution Seminar davon spricht, man geben Referendarinnen und Referendaren Schutzräume und gleichzeitig werden Kolleginnen belästigt? Wie kann es sein, dass die Suizidrate immer mehr steigt? Referendare gelten teilweise als Freiwild, das es zu jagen und zu erwildern gilt. Schließlich wurde das Jagdprivileg irgendwann in nachabsolutistischer Zeit abgeschafft, doch irgendwie scheinen Menschen, die Macht haben, sich gerne wie absolutistische Kleinfürsten aufzuführen.

Die Vorstellungen von Dingen sind zu tiefst einander gegenläufig und so fallen alle Dinge, alle Begriffe und alle Gefühle in einen Definitionsrahmen. Dieser wird bekanntlich vom Macht festgelegt, sodass nur der, der die Macht hat, auch derjenige ist, der definieren darf.

Was mich aber an dieser Formierung und Kneterei fasziniert, ist der unterschiedliche Biegsamkeitsgrad. Wenn man sich biegen lässt scheint alles gut – und so lassen sich Werte und Ideale transportieren, denn was tradiert wird, ist gut, schließlich gab es das schon immer. Und so lange sich Entmündigung und auch ein Stück weit Funktionalisierung des Menschen in nette Methoden packen lassen, um die Arbeit des Individuums zu akkumulieren und daraus Kapital schlagen zu können, ist es fein. Feiner ist es dann noch, wenn das Gegenüber auf einen angewiesen ist, sodass teilweise noch die Hoffnung im konjunktivistischsten aller Modi bestünde, den eigenen Pillermann in die hübsche Referendarin hängen zu dürfen. Nebenher gewinnt man dann noch den Schwanzvergleich mit dem eigenen Ego. Und das Feine ist, diese Menschen rekrutieren sich selbst aus der Masse ihrer Nachfolger – immerhin gibt es noch genügend Knete!

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