Arroganz, Hunde und ihre Herrchen

Man sagt im Schwäbischen oft: “Wie der Herr so’s Gscherr”, also so wie der Herr ist, ist auch sein Gefolge. Und nirgendwo passt das besser als bei Herrchen und Hund. Heute Morgen im tiefsten Schneematschgedönz marschierte ein Herr an mit vorbei – an der Leine sein Windhund und batsch – der Hund rempelt mich an. Kein “Entschuldigung” nichts. Grrr – genau dann lobe ich mir wieder Katzen, die pöbeln wenigstens noch.

Anders ist es bei der Hündin des Freundes meiner besten Freundin. Geboren als Straßenhund und mit einem Schicksal ausgestattet, das man niemandem wünscht, tapst sie munter durch die Welt, frisst Käse und schnuffelt einen an. Gestern traf ich die beiden (also: Herrchen und Hund) und stolperte schier über meine kleine Dackel-Schäferhund-Promenadenmischung. Statt dumpfdämlich wegzutrotten, drehte sie sich um und kam kuscheln. Ja, ich mag diesen Hund, weil er einfach so herzig und lieb ist. Sie kuschelt, schlabbert und schnüffelt und ist so zutraulich, obwohl es ihr wahrscheinlich mit Menschen schlechter erging, als jeder Rasseköter.

Ich mag sie, weil sie ist, wie sie ist. Und ich würde Xerxes, dem dämlichen Windhund einfach mal gerne das Herrchen ersetzen.

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