“Wir sind Sportler und nicht politisch”

Ja, genau… Sportler sind nicht politisch… 

Wie aus den Medien der letzten Tage zu erfahren ist, gibt es einige Sportler, die die Olympiade als nichts Politisches ansehen. Dass aber mittlerweile Menschenrechtsaktivisten festgenommen wurden, als sie in Moskau während der Eröffnung demonstrierten, bleibt außen vor.

Immerhin gewann die erste bekennend-bisexuell lebende Olympionikin Ireen Wüst aus den Niederlanden gold. Auch Deutschlands augenkrebserregende Regenbogenrobe von Bogner scheint eine zarte Geste in Richtung: “Mmmmh Putin, finden wir jetzt nicht so töfte”. Nur frage ich mich, wer wenn nicht die Träger von sportlichen Hoffnungen, wäre besser geeignet, Farbe zu bekennen und Flagge zu zeigen? Wer wenn nicht die Olympiamannschaft selbst?

1968 in Mexiko sorgten die beiden Athleten der USA, Thommie Smith und John Carlos für einen handfesten politischen Skandal, da sie bei der Siegerehrung das Zeichen der Black-Power-Bewegung, die ausgestreckte Faust in den Himmel reckten, als Zeichen der Solidarität mit der verarmten afroamerikanischen Bevölkerung und vor allem als Zeichen gegen die Rassentrennung. 

Und unsere Olympioniken? Abwarten? Vielleicht traut sich jemand mit Regenbogenflagge aufs Treppchen – ich glaube aber eher nicht, schließlich muss der Komerzcharakter der Spiele erhalten bleiben. Schade.

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